mittSommerNacht
von donau abendstille
laue Sommernacht
ganz nah am Wasser
kein Mensch außer zwei einsamen gestrandeten Seelen
die gemeinsam Stille suchen
im Dickicht vielleicht irgendwo ein Käuzchen das sich bemerkbar macht
oder ein Nachtfalter der die zwei umschwirrt....
sie sind nass bis auf die Knochen
zuvor hatte es in Strömen geregnet
nun gleicht das Klima ihren Gedanken
heiß feucht wild aufgewühlt und beinah unerträglich
man ist sich nahe
sieht einander in die Augen
tief bis an den Ab- grund der Seele
sie nehmen sich gegenseitig an den Händen
und lassen sich an einem lauschigen Plätzchen am Ufer nieder
es herrscht stille Übereinstimmung zwischen den beiden
sie sind einander vertraut und trotzdem besteht der Reiz einer kleinen
Unsicherheit und Fremdheit
langsam beginnen beide sich gegenseitig die Kleider vom Körper zu streifen
blanke Haut
feucht und warm
sie streicht ihm über Hals.. Nacken.. Schulter..
und spürt jede Faser seines Körpers
Er nimmt sie in seine Arme und haucht ihr zart ins Ohr
Davon angestachelt umarmen sie sich eng und
sie beisst ihm zärtlich ins
Ohrläppchen...
geschmeidige Bewegungen
sanfte Wogen
zarte Empfindungen
sie fühlen sich wohl, so eng umschlungen
Küsse fallen
luftig leicht dann leidenschaftlich stark
immer verbunden durch ein intensives Augenspiel
ihre Blicke öffnen ihnen wieder und wieder das Tor zu ihren Seelen
es scheint fast so als könnten sie nicht voneinander lassen
obwohl vor kurzem einander fast fremd nun so sehr nah
es ist dunkel beinahe finster
nur der schwache Schein des fast vollen Mondes fällt auf ihre Körper
die sich erhitzt und nahe der Ekstase räkeln
es gibt kein wieso warum
und auch kein was wenn
es zählt nur Herz und Gefühl
das jetzt ist richtig
das hier und zu diesem Zeitpunkt
ein zurück ist nicht möglich
dazu ist man zu weit gegangen
doch genau das ist es was beide wollen
dieses zu zweit zu weit gehen.......
sie fährt ihm mit der Hand über das Gesicht und möchte jede Pore
erfassen-
Stirn Augen Nase Wangen Lippen Kinn
....schließt ihm plötzlich mit sanften Küssen die Augen damit er das
geschehende "fühlen" kann
gleitet hinunter über Hals Brust und Bauch
pustet ganz zart kaum merkbar über seine Glieder, Armbeugen, Kniekehlen
entlang der Leistengegend bis zum Bauchnabel
Er versucht sie festzuhalten und kneift mit den Zähnen ganz leicht in
ihren Nacken
umfasst ihren Körper und ertastet jede weibliche Rundung
sie sitzen hintereinander so kann sie sein Gesicht nicht sehen
er nimmt diesen süßlich würzigen Duft wahr
die Mischung der feuchtschwülen Nachtluft am Wasser, zweier Körper und
der erhitzten Atmosphäre in der sich die beiden gerade beinah auflösen..
es vergehen ewige Minuten
einige Stunden
es gibt keine Störung und kein Unterbrechen
nur Seele Sinnlichkeit Verschmelzen
ein endloses sich wollen und nicht loslassen
"I am sailing"
die Emotionen schlagen über
sie verlieren die Kontrolle über Handeln und Fühlen
und lassen sich einfach nur fallen
Tiger und Panther
vereinigen sich in Zweisamkeit
glückselige Erschöpfung
in deinen Augen lese ich
stummes Wohlwollen
in meinen liest du ein nicht enden wollendes ja
Fauchen und Schreien verhallt im Uferwäldchen
die beiden Raubkatzen in Einklang
für eine kurze Weile
zahme Schmusekätzchen
